QR-Check-in entwickeln, ohne dauerhaft Pässe zu speichern
Ein QR-Code ist einfach. Schwieriger ist es, den Link als Zugangsdaten zu behandeln, erkannte Angaben zu prüfen und Dokumente zu löschen, sobald sie nicht mehr benötigt werden.
Die einfache Hälfte
Ein QR-Code enthält eine URL zum Portal einer Buchung. Der Gast wählt die Sprache, ergänzt Angaben, lädt bei Bedarf Dokumente hoch und unterschreibt. Derselbe Ablauf kann über einen Link in E-Mail oder Messenger geöffnet werden.
Ein Link ist eine Zugangsberechtigung
Wer den Link besitzt, erreicht private Informationen. Das Token muss zufällig, sicher gespeichert, zeitlich begrenzt und widerrufbar sein. Es darf weder aus einer vorhersehbaren Buchungsnummer bestehen noch Zugriff auf andere Buchungen geben. Wiederholte Versuche brauchen Begrenzungen.
Die schwierige Hälfte: Dokumente löschen
Ein Passfoto kann für Erkennung und Prüfung nötig sein, sollte aber nicht aus Bequemlichkeit dauerhaft gespeichert werden. Strukturierte Daten mit Aufbewahrungspflicht müssen von der temporären Aufnahme getrennt werden. Nach erfolgreicher Verarbeitung wird die Bilddatei vernichtet.

Erkennung ist Hilfe, keine Wahrheit
OCR kann Name, Datum, Nummer und Nationalität vorschlagen. Gast oder Team müssen die Werte vor dem Speichern bestätigen. Dokumentformate, mehrdeutige Zeichen und fehlende Felder machen einen Konfidenzwert noch nicht zu einer rechtlich verlässlichen Angabe.
Was der Empfang weiterhin bearbeiten muss
Unlesbare Dokumente, Minderjährige, Gruppen, Gäste ohne Smartphone und Anreisen ohne Link bleiben. Der manuelle Ablauf muss dieselben Datensätze und Pflichten erzeugen wie Self-Service, sonst entstehen zwei inkompatible Check-in-Welten.
Hintergrundjobs gehören zum Produkt
Die Queue versendet Einladungen, gleicht Zahlungen mit verlorenen Webhooks ab, wiederholt Meldungen und löscht temporäre Dateien. Der gefährlichste Fehler ist still: Links werden nicht versandt und Fotos nicht gelöscht, obwohl keine Oberfläche sichtbar kaputt ist.
